Titel
Personalentwicklung als verlängertes Studium?
Teil von
  • Perspektiven des Personalmanagements 2015, pp.337-361
Ort / Verlag
Wiesbaden: Gabler
Erscheinungsjahr
2010
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Quelle
SpringerLink Books
Beschreibungen
Nicht nur bereits beschäftigte Fach- und Führungskräfte in Organisationen sind Adressaten von Personalentwicklung, sondern auch Berufseinsteiger. Die „Neuen“ sind in bestehende Arbeitsabläufe und -zusammenhänge zu integrieren und ihre weitere Entwicklung zu planen. Ziel ist es, die Potenziale von Berufseinsteigern in sichtbare Ergebnisse zu überführen. Berufsstarter mit einer akademischen Bildung befinden sich dabei in einer besonderen Situation: Sie haben – bis auf Praktika – kaum Erfahrungen in ihrem Beruf oder in verschiedenen organisationalen Kontexten und bedürfen daher besonderer Aufmerksamkeit. Obwohl Unternehmen bei der Auswahl von Hochschulabsolventen häufig umfangreiche und zeitintensive Auswahlverfahren wie z.B. Assessment Center nutzen, wird nach dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages schnell zur Tagesordnung übergegangen. Am ehesten findet noch die fachliche Integration bezogen auf Aufgaben, Strukturen und Prozesse statt. Die soziale Integration, welche die Arbeit in Teams, den Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten oder den Aufbau eines Wir- Gefühls betreffen sowie die wertorientierte Integration mit den die Corporate Identity betreffenden Zielen, Werten oder Führungsgrundsätzen des Unternehmens wird häufig vernachlässigt – unbeschadet der beständigen Versuche, entsprechend notwendige Fähigkeiten im Auswahlverfahren zu erfassen. In der Konsequenz führt dies zu den folgenden häufigen Problemen von Hochschulabsolventen beim Berufsstart: Hektik im Beruf, Termindruck und Arbeitsüberlastung, die Wahrnehmung von Qualifikationsdefiziten, die Undurchschaubarkeit betrieblicher Entscheidungsprozesse und wenig Feedback über die geleistete Arbeit. Persönliche Selbstzweifel, Unsicherheit und Praxisschock auf Seiten der Absolventen sind typische Begleiterscheinungen. Kurzum: Potenziale werden nicht in Leistungen überführt, was auch zu ökonomischen Schäden seitens der Unternehmen führen kann. Die Funktion der Personalentwicklung (PE) kann in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle übernehmen: Die Gestaltung des ersten Arbeitstages, Paten- und Mentoringmodelle, konkrete Schulungsmaßnahmen, verschiedene Projekte und Teamarbeit, in denen Berufsstarter tätig werden sowie die längerfristige Entwicklungsplanung sind Ansatzpunkte, um einerseits die Beschäftigungsfähigkeit und Wirksamkeit der (neuen) Mitarbeiter sichern und andererseits die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhalten zu können.
Format
Sprache(n)
Deutsch
Identifikator(en)
ISBN: 9783834923790
ISBN: 3834923796
ISBN: 9783834989055
ISBN: 3834989053
DOI: 10.1007/978-3-8349-8905-5
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Schlagwörter
Economics/Management Science, Personnel Management, Business
Systemstelle
Signatur

Weiterführende Literatur

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