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Raumforschung und Raumordnung, 2021-06, Vol.79 (3), p.228-242
2021
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Details

Autor(en) / Beteiligte
Titel
Wie mit Populisten umgehen? Demokratie- und planungstheoretische Perspektiven für Planungspraxis und Planungsforschung
Ist Teil von
  • Raumforschung und Raumordnung, 2021-06, Vol.79 (3), p.228-242
Ort / Verlag
München: oekom verlag
Erscheinungsjahr
2021
Beschreibungen/Notizen
  • Das Erstarken populistischer Kräfte stellt die räumliche Planung vor neue Herausforderungen, weil daraus sowohl inhaltliche als auch verfahrensbezogene Konflikte entstehen können. Ziel des Beitrags ist es, drei demokratie- und planungstheoretisch begründete Perspektiven auf Populismus und Planung zu entwickeln und Schlussfolgerungen für Planungspraxis und Planungsforschung zu ziehen. Dabei handelt es sich um elitenorientierte, rational-technokratische Theorien, um deliberative, beteiligungsorientierte Theorien sowie um radikaldemokratisch-agonistische Theorien. Übersetzt man diese theoretischen Perspektiven in planerische Grundorientierungen, dann ergibt sich ein differenzierter Blick auf fünf mögliche Optionen zum Umgang mit populistischen Akteuren und Tendenzen in der Planungspraxis: "ignorieren", "argumentieren", "integrieren", "exkludieren" und "profitieren". So könnten Planer und Populisten unter bestimmten Annahmen zu Verbündeten werden, die beispielsweise das Interesse an der Re-Politisierung bestehender Zustände teilen. Und schließlich werden aus den verschiedenen theoretischen Blickwinkeln heraus Themen und Fragen für weitergehende Untersuchungen vorgeschlagen. The rise of populist forces presents a new challenge to spatial planning because of its potential for conflict in substantial and procedural terms. The aim of the article is to develop three perspectives on populism and planning based on democracy and planning theory and to draw conclusions for planning practice and planning research. The theories consulted are elitist, rational-technocratic theories, deliberative, participatory theories as well as radical democratic-agonistic theories. If we are to translate theses perspectives into planners' hypothetical courses of actions, a nuanced picture of possible strategies of action in dealing with populist actors and tendencies comes about. Planning practitioners may choose strategies like "ignoring", "arguing", "integrating", "excluding" and "profiting from" populists. As such, planners and populists might become allies sharing a common interest in re-politicizing current conditions. Concluding, with said theoretical perspectives in mind, the contribution offers topics and questions for further research.
Sprache
Deutsch
Identifikatoren
ISSN: 1869-4179, 0034-0111
eISSN: 1869-4179
DOI: 10.14512/rur.77
Titel-ID: cdi_doaj_primary_oai_doaj_org_article_f7e9e3609f8a49c79d47ac9bd1d75db8

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