Autor(en)
Enke, Ulrike; Ishihara, Aeka
Titel
Ein Japaner in Marburg: Aus den Erinnerungen – Jiden – des japanischen Bakteriologen Taichi Kitashima (1870–1956)
Teil von
  • Naturwissenschaften, Technik und Medizin, 2017-06, Vol.25 (2), p.237-256
Ort / Verlag
Cham: Springer International Publishing
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Quelle
Alma/SFX Local Collection
Beschreibungen
Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Übertragung ausgewählter Kapitel aus den 1955 niedergelegten autobiographischen Erinnerungen (japanisch: Jiden) des japanischen Bakteriologen Taichi Kitashima (1870–1956), in denen Kitashima stark persönlich gefärbt über seinen Aufenthalt in Marburg berichtet. Wie andere japanische Mediziner seiner Generation verbrachte Kitashima mehrere Jahre in Deutschland, um dort bei dem Serumforscher Emil von Behring zu arbeiten und sich weiterzubilden. Der Kontakt war über Kitashimas Lehrer Shibasaburô Kitasato zustande gekommen, mit dem Behring in Berlin über Fragen der Immunologie geforscht hatte. Im „Kommentar“ wird diskutiert, inwieweit die von Kitashima in der zeitlichen Distanz von 50 Jahren getroffene Einschätzung des Deutschlandaufenthalts als „vergeudete Zeit“ als zutreffend anzusehen ist, welche Vorteile ihm aus den europäischen Kontakten, zu denen auch Begegnungen im Pariser Pasteur-Institut gehörten, erwuchsen und aus welchen Gründen sie im Nationalsozialismus wiederbelebt wurden.The heart of this article is the transmission of selected chapters from the Japanese bacteriologist Taichi Kitashima’s (1870–1956) autobiographical memoirs (in Japanese, Jiden) published in 1955, in which Kitashima reports on his stay in Marburg in a very personal and subjective way. Like other Japanese physicians of his generation, Kitashima spent several years in Germany in order to work with the serum researcher Emil von Behring and continued his education there. The contact came through Kitashima’s teacher Shibasaburô Kitasato, who had worked with Behring in Berlin on questions of immunology. The memoir gives insight into Behring’s laboratory work and his relation to his “subordinates”. The editors investigate to what extent Kitashima’s assessment, made from a distance of fifty years, of his stay in Germany as “wasted time” was accurate, given the advantages that arose from having been part of a vibrant European scientific community, including encounters in the Pasteur Institute in Paris, and why he cultivated his contacts with Germany and the Behring family during National Socialism.
Format
Sprache(n)
Deutsch
Identifikator(en)
ISSN: 0036-6978
ISSN: 1420-9144
DOI: 10.1007/s00048-017-0169-4

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