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Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 2020-10, Vol.69 (7), p.625-642
2020

Details

Autor(en) / Beteiligte
Titel
Diagnoseverarbeitung von Eltern behinderter Kinder im Reaction to Diagnosis Interview (RDI) und Auswirkungen auf das Spiel mit dem Kind
Ist Teil von
  • Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 2020-10, Vol.69 (7), p.625-642
Ort / Verlag
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG
Erscheinungsjahr
2020
Link zum Volltext
Beschreibungen/Notizen
  • Zusammenfassung In der Auswertung von 37 qualitativen Interviews mit Müttern und Vätern eines Kindes mit geistiger Behinderung konnte festgestellt werden, dass die mit der Behinderungsdiagnose ihres Kindes verbundenen Gefühle und traumatisch erlebten Erfahrungen auch Jahre nach der Diagnosemitteilung noch die Beziehung zum Kind belasten, sodass viele Betroffene zu keiner inneren Klärung finden. Demgegenüber gelangen 65 % der befragten Eltern zu einer Auflösung des Diagnosetraumas, wodurch sie verlorenen Spielraum für ihre Beziehungsgestaltung zum Kind zurückgewinnen. Während diese Eltern mit Auflösung signifikant häufiger zweckfreies und responsives Spiel mit ihrem Kind berichten, scheinen auf der anderen Seite die Eltern ohne Auflösung des Behinderungstraumas weiterhin vom Handlungsdruck getrieben, mit Förder- und Lernspielen gegen die Behinderung des Kindes aktiv werden zu müssen. In einer parallelen, musiktherapeutischen Untersuchung bilden sich zudem die Auswirkungen der elterlichen Behinderungsverarbeitung auch in Freispielsituationen der Kinder ab: So interagieren die Kinder von Eltern mit Auflösung des Diagnosetraumas hier weitaus häufiger in einem dialogischen Verhältnis, wohingegen Kinder bei fehlender, elterlicher Auflösung im freien Musikspiel weniger gut in der Lage sind, ihre Handlungssteuerung und Gesprächsführung dialogisch mit ihrem Gegenüber auszutarieren. Summary Parental Resolution of the Child’s Disability Diagnosis in the Reaction to Diagnosis Interview (RDI) and Effects on the Play Interaction with the Child Examining 37 qualitative interviews with mothers and fathers of a child with intellectual disability it was observed that the emotions and traumatic experiences, associated with the child’s diagnosis, still burden the relationship with the child even after several years, so that many affected cannot come to resolution. On the other hand, resolution of the diagnosis was indicated for 65 % of the parents, enabling them to reclaim lost space for building a relationship with their child. While these parents significantly more often report purposeless and responsive play interaction with their children, non-resolved parents still seem to be driven to counteract the disability by playing educational games or playing games, which promote the development. In a parallel music therapeutic study, the effects of parental resolution also are monitored in children’s free play interaction: Children of resolved parents interact more often in a dialogic relationship, whereas children of non-resolved parents are less able to balance dyadic turn-taking and interaction control in free music play.
Sprache
Deutsch
Identifikatoren
ISSN: 0032-7034
eISSN: 2196-8225
DOI: 10.13109/prkk.2020.69.7.625
Titel-ID: cdi_crossref_primary_10_13109_prkk_2020_69_7_625
Format

Weiterführende Literatur

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